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Tag des Ausbildungsplatzes - 11.05.2010

Klinken putzen für mehr Lehrstellen (von Alexander Althöfer; WP)

Gestern war Tag des Ausbildungsplatzes / Bürgermeister Volker Fleige unterstützte die Bundesagentur für Arbeit

Menden. Volker Fleige trifft die Firma Friedrich Freek. Für einen Moment sah es so aus, als sollte dieser so harmonisch klingende Erstkontakt gründlich misslingen. Und das lag durchaus am Bürgermeister. "Ich bin gekommen, um Ihnen ihre besten Leute abzuwerben", drohte Fleige.

Und sorgte damit für herzliches Gelächter.

Denn das war - natürlich - nur ein Scherz. Volker Fleige besuchte den Hersteller elektrischer Heizelemente nämlich durchaus in bester Absicht. Gestern war Tag des Ausbidungsplatzes. Für die Bürgermeister des Märkischen Kreises sowie die Agentur für Arbeit bedeutet das traditionell: Klinken putzen für mehr Lehrstellen. Und spätestens als Fleige den Ruf der Firma erinnerte, ihren Azubis "stets beste Perspektiven zu bieten", war das Eis gebrochen. Das Ziel, auch bei Freek Beute zu machen, und mit einer mündlichen Zusage für die Ausschreibung zumindest einer Lehrstelle ins Rathaus zurückzukehren, es schien Konturen anzunehmen. Doch schon Sekunden später war es außer Reichweite: "Wir hatten bis vor zwei Wochen Kurzarbeit und haben daher aktuell keinen Spielraum, die Belegschaft zu vergrößern", sagt Freek-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser.

Klare Absage. Die Enttäuschung hielt sich trotzdem in Grenzen. Denn sowohl Arbeitsvermittlerin Sandra Palm, die Volker Fleige bei der Freek-Expedition zur Seite stand, als auch der Bürgermeister selbst, wussten vorab um die Aussichtslosigkeit ihres Unterfangens. Aufhalten ließen sie sich davon aber nicht. "Wir wollten das Unternehmen einfach einmal würdigen. Im Normalfall wird hier für den Heimatstandort ausgebildet", so Palm. In der Tat hat jeder Fünfte der derzeit 54 Angestellten in der Firma gelernt. Zum Beispiel Markus Heidenreich. Der ist genau genommen sogar noch Azubi. Aber: Der angehende Informatikkaufmann hat noch nicht einmal seine Abschlussprüfungen zum Informatikkaufmann geschrieben, da hat er seinen Namen schon unter einen Arbeitsvertrag gesetzt. Bei Freek natürlich. "Diese Sicherheit kurz vor den Prüfungen zu haben, das ist ein gutes Gefühl", sagt der 24-Jährige.

Sicherheit. Das ist in diesen Zeiten vor allem ein seltenes Gefühl. Gerade bei Azubis. "Viele werden nicht übernommen", weiß Sandra Palm. "Einem Azubi ohne Perspektive fehlt irgendwann die Motivation", ergänzt Fleige. Doch viele Schulabgänger gehen sogar ganz ohne Lehrstelle aus. Die Ausbildungsmarktzahlen für April belegen dies nur zu deutlich: Im Märkischen Kreis waren für 3010 Bewerber gerade einmal 1884 Stellen offen. In Menden/Balve sieht es nicht besser aus. Auch hier drängen sich etwa zwei Bewerber um eine freie Stelle. "Das muss besser werden", gibt Sandra Palm die Richtung vor und setzt ihre Hoffnungen dabei auch in den Tag des Ausbildungsplatzes. Zurecht. 2009 wurden bei 208 Betriebsbesuchen satte 154 Lehrstellen abgestaubt. "Es wäre toll, wenn es dieses Jahr noch mehr werden. Jeder Ausbildungsplatz ist eine Chance für einen jungen Menschen", appelliert Sandra Palm.

Markus Heidenreich hat seine Chance längst genutzt. "Junge Leute wie er sind die Zukunft unserer Firma", sagt sein Chef Wolfgang Kaiser, "wir müssen diesen hoch talentierten Mitarbeiter unbedingt halten". Ein Mann, ein Lob. Volker Fleige wurde hellhörig. Sofort stand Markus Heidenreich auf des Bürgermeisters Abwerbeliste ganz oben. Aber das war - natürlich - nur ein Scherz.


Quelle: Westfalenpost » www.derwesten.de


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