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StraKosphere-Kompetenzentwicklungskonzept

Ziele des Teilvorhabens der Friedr. Freek GmbH

Die Friedr. Freek GmbH gehört zur Elektro- und Metallbranche und beschäftigt derzeit etwa 45 Mitarbeiter. Diese erzielen einen Jahresumsatz von ca. 7,5 Mio. Euro, bei einem Exportanteil von ca. 35 %. Das Kerngeschäft ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb elektrischer Heizelemente für industrielle Anwendungen, medizinische Anwendungen, Haushaltsgeräte u. v. m. Die bedeutendsten Absatzmärkte sind die Kunststoffindustrie (Kunststoffspritzmaschinen, Kunststoffschweißmaschinen, Thermoformanlagen etc.) und der allgemeine Maschinenbau (Verpackungsmaschinen, Heißprägemaschinen, Heißklebesysteme etc.). Der Wettbewerbsvorteil beruht vorwiegend auf der hohen Flexibilität und kundenspezifischen Anpassung der Produkte, die vorrangig durch eine flexible Arbeits- und Produktionsorganisation erreicht wird, z. B. in Form kurzer Reaktionszeiten durch flache Entscheidungsstrukturen und die Ausweitung individueller Handlungs- und Verantwortungsräume. Aufgrund der vergleichsweise geringeren Produktkomplexität kommt somit dem in den Arbeitsprozessen verankerten Erfahrungswissen der Produktionsbeschäftigten eine große Bedeutung zu. Der bis Mitte der 1990er Jahre noch umsatzstärkste Absatzmarkt der Haushaltsgeräteindustrie (Wäschetrockner, Händetrockner, Raumheizgeräte etc.) wird heute jedoch aufgrund des intensiv geführten Preiswettbewerbs und extensiver Produktionsverlagerungen in der Branche nur noch mit kleineren Serien bedient und wird mittelfristig voraussichtlich komplett einbrechen. Daher steht Freek zunehmend vor der Herausforderung, die häufig älteren Produktionsbeschäftigten aus den einfachen Fertigungstätigkeiten von Elektroteilen für den Hausgerätemarkt in die deutlich komplexere Fertigung von HotMicroCoils (HMC) zu versetzen und sie für diese Tätigkeiten entsprechend weiter zu qualifizieren. Hierbei sind jedoch insbesondere auf Ebene der Beschäftigten zahlreiche Vorbehalte zu überwinden; zudem fehlt es bislang an einem systematischen Kompetenzentwicklungskonzept, um diesen Übergang erfolgreich zu gestalten. Darüber hinaus sieht sich Freek grundsätzlich steigenden Flexibilitäts- und Innovationsanforderungen in seinen Märkten gegenüber. Zur Behauptung seiner Wettbewerbsposition ist es daher zukünftig notwendig, die Kompetenzen von insbesondere älteren und gering qualifizierten Produktionsbeschäftigten systematisch entlang zukünftiger wettbewerbsstrategischer Anforderungen weiterzuentwickeln.

Ziel des Teilvorhabens von Freek ist es daher, ausgehend von der zukünftigen Positionierung im Wettbewerb und den steigenden Innovations- und Flexibilitätsanforderungen Instrumente und Konzepte einer strategischen Kompetenzentwicklung vor allem für ältere sowie an- und ungelernte Produktionsbeschäftigte im Unternehmen zu entwickeln und einzuführen, um die Wandlungsfähigkeit seiner Produktion langfristig zu erhalten und das für Innovationen wichtige Erfahrungswissen älterer Beschäftigter erfolgreich im Unternehmen zu halten.

Die fachlichen Ziele des Teilvorhabens können wie folgt zusammengefasst werden

  1. Ableitung zukünftiger Anforderungen und Innovationsbedarfe aus der Wettbewerbs- und Innovationsstrategie von Freek und den daraus resultierenden Kriterien für die zu entwickelnden Instrumente und Konzepte einer strategischen Kompetenzentwicklung

    Ziel ist die Identifikation und Ableitung zukünftiger Anforderungen an die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit aufgrund der aktuellen und zukünftigen strategischen Positionierung des Unternehmens am Markt. Ausgehend hiervon werden konkrete Kriterien an 29 die Eigenschaft und die Leistungsfähigkeit eines strategischen Kompetenzmanagements im Unternehmen formuliert.

  2. Bestandsaufnahme aktuell verfügbarer Kompetenzen und Fähigkeiten in der Produktion und Montage von einfacheren Produkten sowie Ableitung zukünftiger Bedarfe an Kompetenzen und Fähigkeiten bei der Fertigung komplexerer Produkte

    Teilziel ist die Erarbeitung aktuell im Unternehmen verfügbarer organisatorischer und personengebundener Kompetenzen in der Produktion sowie die Ableitung zukünftiger Kompetenzbedarfe sowie von Rollen- und Anforderungsprofilen für die Beschäftigten.

  3. Identifikation von bestehenden Barrieren und Hemmnissen bei der Einführung und Umsetzung eines strategischen Kompetenzmanagements bei Freek

    Ziel des Teilvorhabens ist es, im Rahmen von Workshops die bestehenden Barrieren sowohl auf organisatorischer Ebene als auch auf Ebene der Beschäftigten zu identifizieren und darauf aufbauend Anforderungen an die konkrete Ausgestaltung der zu entwickelnden Instrumente und Konzepte zu identifizieren.

  4. Entwicklung und beispielhafte Umsetzung von Instrumenten und Konzepten eines strategischen Kompetenzmanagements zum gezielten Aufbau von Kompetenzen und Fähigkeiten auf Beschäftigtenebene

    Ziel ist die Etablierung und organisatorische Verankerung von konkreten Instrumenten und Konzepten zum gezielten Kompetenzaufbau, die sowohl individuelles wie kollektives Lernen ermöglichen, praxisrelevant sind und es insbesondere ermöglichen, die bei Freek heute verfügbaren Kompetenzen der an- und ungelernten Beschäftigten in einfacheren Tätigkeiten gezielt entsprechend der Anforderungen komplexerer Tätigkeiten weiterzuentwickeln.

  5. Integration der erarbeiteten Ergebnisse des Teilvorhabens in das zu entwickelnde Gesamtkonzept eines strategischen Kompetenzmanagements in nichtforschungsintensiven KMU und aktive Bereitstellung der Ergebnisse für andere Unternehmen

    Freek wird die im Rahmen des Teilvorhabens gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen unter dem spezifischen Aspekt der Neugestaltung des Qualitätswesens sowie der Kopplung an ein betriebliches Gesundheitsmanagement aktiv als wichtigen Baustein in die Referenzmethodik einbringen und sie dadurch anderen Unternehmen im Netzwerk, der Wertschöpfungskette und in der Region (z. B. ZUKUNFTSforum Menden 2025 DEMOGRAFIE, Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen) in Form von Vorträgen und Präsentationen zur Nachnutzung zugänglich machen. Aufgrund der geringen Unternehmensgröße von Freek werden die im Teilvorhaben erarbeiteten Lösungen insbesondere auch für kleine und Kleinst-Unternehmen einen hohen Modellcharakter haben.

Über die fachlich-wissenschaftlichen Zielstellungen hinaus, verfolgt das Teilvorhaben Ziele, die sich auf die Zusammenarbeit sowohl der Konsortialpartner innerhalb des Verbunds als auch außerhalb des Verbunds beziehen:

  1. Intensive Zusammenarbeit mit den beteiligten Forschungspartnern

    Ziel ist es, mit den wissenschaftlichen Partnern intensiv bei der Analyse, Entwicklung, Umsetzung und Bewertung von Instrumenten und Konzepten des strategischen Kompetenzmanagements in Form von Workshops, Expertengesprächen und bilateralen Abstimmungen zusammenzuarbeiten.

  2. Aktiver Austausch und Vernetzung innerhalb des Projektkonsortiums

    Teilziel ist, den Erfahrungs- und Wissensaustausch innerhalb des Konsortiums, insbesondere mit den beteiligten Industriepartnern voranzutreiben.

Im Teilvorhaben von Freek wird der Ergebnistransfer durch folgende Aktivitäten sichergestellt:

  1. Transfer der im Unternehmen erarbeiteten Instrumente und Lösungen in die Wirtschaft

    Freek wird sich bereits während der Projektlaufzeit aktiv (z. B. durch Mitarbeit an Publikationen, Teilnahme an Fachveranstaltungen) daran beteiligen, dass die im eigenen Unternehmen entwickelten Instrumente und Lösungen des strategischen Kompetenzmanagements über den Verbund hinaus z. B. in Form von "good practice" anderen Unternehmen zugänglich gemacht werden und diesen für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung zu stehen.

Im Teilvorhaben von Freek wird die Ergebnisverwertung durch folgende Aktivitäten sichergestellt:

  1. Mittelfristige Ausweitung der erarbeiteten Lösungen auf andere Unternehmensbereiche

    Ausgehend von den im Projekt erzielten und beispielhaft eingeführten Konzept der strategischen Kompetenzentwicklung ist mittelfristig geplant, diese Instrumente und Lösungen mittelfristig im Sinne eines ganzheitlichen Kompetenz- und Human-Ressource-Management im Unternehmen weiter zu entwickeln und zu verstetigen, das unter anderem auch den Aspekt eines Gesundheitsmanagements für die Beschäftigten abdeckt.

  2. Kurz- und mittelfristige Verbreitung und Bereitstellung der entwickelten Lösungen für externe Unternehmenspartner

    Die im Verbundvorhaben entwickelten Lösungen und Instrumente eines strategischen Kompetenzmanagements werden von Freek aktiv in Form einer allgemeinen Referenzmethodik anderen Unternehmen im Netzwerk, der Wertschöpfungskette und in der Region (z.B. ZUKUNFTSforum Menden 2025 DEMOGRAFIE, Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen) in Form von Vorträgen und Workshops vorgestellt und aktiv zur Nachnutzung zugänglich gemacht. Aufgrund der geringen Unternehmensgröße von Freek werden die im Teilvorhaben erarbeiteten Lösungen insbesondere auch für kleine und Kleinst-Unternehmen einen hohen Modellcharakter haben.

  3. Kurz- bis mittelfristige Schaffung neuer Personalentwicklungs- und Weiterbildungsangebote

    Kurz- bis mittelfristig wird angestrebt, ausgehend von den erarbeiteten Lösungen im Projekt für die Produktionsbeschäftigten neue Angebote der beruflichen Weiterbildung und somit auch der persönlichen Karriereplanung und -entwicklung flächendeckend im Unternehmen einzuführen.


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