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Einführung

Flächenheizelemente finden überall dort Verwendung, wo es gilt, eine Fläche gleichmäßig und effektiv zu beheizen. Der Aufbau aus gewickeltem, gedrucktem oder vollflächigem Heizleiter zwischen zwei Isolationsschichten ermöglicht die maßgeschneiderte Anpassung an nahezu beliebige Oberflächengeometrien. Gleichzeitig wird eine optimale Wärmeverteilung über die zu beheizende Fläche erzielt.

Das Haupt-Auswahlkriterium für Flächenheizelemente ist die max. Oberflächentemperatur der verwendeten Isolation. Besonders die 200°C-Schwelle ist hier von Bedeutung, da für Anwendungen oberhalb dieser Grenze die vielseitig verwendbaren flexiblen polymerisolierten Silikonheizmatten, Kapton-Polyimid-Heizfolien und Polyester-Heizungen keine Option mehr sind. Oberhalb der 200°C-Grenze stehen Mikanit isolierte Flächenheizelemente (< 350/450°C) und Keramik-Heizbänder (> 450°C) zur Auswahl.

Bei richtiger Anwendung der Flächenheizelemente wird eine optimale Wärmeverteilung über die zu beheizende Fläche erzielt. Ein ungleichmäßiger Kontakt der Heizung zur Oberfläche kann zum Wärmestau führen. Wichtig ist, dass die erzeugte Wärme abfließen kann. Die Abführung der Wärme kann nur über einen optimalen Kontakt an das zu beheizende Objekt erreicht werden. Nicht ausreichender Kontakt führt zu partieller Überhitzung am Heizleiter. Dadurch wird die Isolation beschädigt und es kann zu einem Durchschlag kommen. Der überbeanspruchte Heizleiter versprödet und bricht oder brennt direkt durch.

Sicherheit

Freek ist als Heizelemente-Hersteller nicht für die Einbau- und Anschlusssituation sowie die Regelung seiner Heizelemente in den vielfältigen kundenspezifischen Anwendungen verantwortlich. Vielmehr liegt es im Verantwortungsbereich des Kunden, die anerkannten Regeln der Technik für seine Anwendung und seine Absatzmärkte zu kennen und zu beachten. Für viele Maschinen und deren Ausrüstung ist z.B. die DIN EN 60204 "Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen" von Bedeutung.

Des Weiteren liegt es im Verantwortungsbereich des Kunden, dafür Sorge zu tragen, dass elektrische Heizelemente ausschließlich unter der Verantwortung von Elektrofachkräften angeschlossen werden. Denn nur Elektrofachkräfte kennen die von elektrischen Heizelementen ausgehenden Risiken wie Brand, Explosion, Verbrennung oder elektrischen Schlag und umso wichtiger die Schutzmaßnahmen wie diese auch im Fehlerfall der Heizelemente zu verhindern sind. Beispiele für solche Schutzmaßnahmen sind z.B. Berührungsschutz, thermische Isolierung, elektrische Isolierung, Temperaturregelung, Übertemperaturabsicherung, Erdung, Fehlerstromschutzschalter, Überstromschutzschalter, Leitungsschutzschalter uvm.

Allgemenes & Handhabung

  • Die Anschlussleitungen dürfen nicht durch Zug belastet werden (Abreißgefahr).
  • Die im Katalog bzw. Internet für die entsprechende Isolierung genannte maximal zulässige Arbeitstemperatur darf nicht überschritten werden (Auswahltabelle für Silikonheizmatten & Heizfolien (bis 200°C) und Flächenheizelemente (über 200°C)).
  • Unsere Heizelemente sind für den Betrieb an festgelegten Netzspannungen ausgelegt. Davon abweichend höhere Betriebsspannungen können die Lebensdauer erheblich reduzieren oder zum unmittelbaren Ausfall führen (15% mehr Spannung = 32% mehr Leistung!).
  • Die unterschiedlich flexiblen Flächenheizelemente dürfen nur unter Beachtung der im Katalog bzw. Internet angegebenen minimalen Biegeradien gebogen und auf gar keinen Fall gefaltet werden.
  • Wenn Silikon-Heizelemente mit geätzter Folie ausgeführt werden, d.h. der "Heizleiter" besteht aus einer dünnen Folie, sollten sie nur selten bewegt werden.
  • Wird mit der Flächenheizung ein Füllgut oder eine Flüssigkeit erhitzt/temperiert, darf die Anwendung auf keinen Fall "leer" betrieben werden.
  • Für temperaturkritische Anwendungen empfehlen wir, die Flächenheizelemente mit Temperaturbegrenzern und Temperatursicherungen zu schützen oder zusätzliche Sicherheitstemperaturfühler in eine vorhandene Temperaturregelung zu integrieren.
  • Da es in jeder Praxisanwendung Betriebs- und Umgebungsparameter gibt, die sich in der Theorie nicht exakt bestimmen lassen, empfehlen wir grundsätzlich, unsere Flächenheizelemente vor Serieneinsatz in der Anwendung selbst unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen zu testen.

Lagerung

  • Die Flächenheizungen, insbesondere solche mit selbstklebender Folie, sollten bei möglichst geringen kurzfristigen Schwankungen von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Ideale Bedingungen sind 18 – 22°C und 30 – 50% relative Luftfeuchte. Die Heizungen sollten vor direktem Sonnenlicht geschützt werden.
  • Bei Silikon- und Kaptonheizungen mit Selbstklebefolie wird eine maximale Lagerdauer von 6 Monaten empfohlen. Ohne Selbstklebefolie ist eine längere Lagerung möglich.
  • Bei Polyesterheizungen beträgt die empfohlene maximale Lagerdauer 24 Monate.

Befestigung/Anbringung

  • Die Befestigung/Anbringung der Flächenheizung muss geeignet sein, die von der Heizung erzeugte Wärme optimal in die zu beheizende Oberfläche bzw. das zu beheizende Gut zu leiten. Andernfalls besteht die Gefahr einer partiellen Überhitzung am Heizleiter. Dadurch wird die Isolation beschädigt und es kann zu einem Durchschlag kommen. Der überbeanspruchte Heizleiter versprödet und bricht oder brennt direkt durch.
  • Bei Mikanit-Heizungen ist dafür eine Anpressung mittels einer Konterplatte nötig. Eine Isolierung sollte erst nach der Anpressplatte erfolgen.
  • Bei Heizmatten bzw. Heizfolien mit selbstklebender Folie bitte die gesonderte "Anleitung zum Aufkleben von Silikon-Heizmatten & Heizfolien" beachten:
    • Im Dauerbetrieb beträgt die max. zulässige Arbeitstemperatur für Silikonheizmatten und Kaptonheizungen mit Selbstklebefolie 180°C (ohne Selbstklebefolie 200°C).
    • Die Oberfläche, auf die die Heizung aufgeklebt wird, muss sauber, trocken und fettfrei sein.
    • Die Heizung muss gleichmäßig und blasenfrei aufgeklebt werden.
    • Sobald die Heizung aufgeklebt wurde, kann sie nicht mehr zerstörungsfrei entfernt werden.

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